Dorfkinder – was unterscheidet sie von Stadtkindern?

Dorfkinder17 über das Dorfleben

 

Dass Dorfkinder sich stark von Stadtkindern unterscheiden, ist kein Geheimnis. Vielen wird das vor allem dann bewusst, wenn beide Gruppen das erste Mal aufeinandertreffen. Doch was unterscheidet Dorfkinder wirklich von Kindern aus der Stadt? Dieser Artikel zeigt vier Unterschiede.

Selbstständigkeit von Dorfkindern:

Wer auf dem Land aufwächst, ist in der Regel selbstständiger. Das ist eines von vielen Klischees, die rund um Dorfkinder kursieren. Doch stimmt das wirklich? Sind Dorfkinder selbstständiger als Stadtkinder?

Dieses Klischee hat den Ursprung darin, dass viele Leute auf dem Land in der Landwirtschaft tätig sind und einen Hof besitzen. Das bedeutet, dass Bauernkinder schon früh eingebunden werden: Sie helfen bei Arbeiten rund um Haus und Hof und lernen, wie man einen Traktor fährt.

Es stimmt daher bei vielen Dorfkindern, dass sie tatsächlich schneller erwachsen werden und selbstständiger sind als Stadtkinder. Dennoch ist dies nicht auf jedes Landkind übertragbar.

Sind Dorfkinder wirklich trinkfester als Stadtkinder?

Wenn es um den Vergleich von Dorfkindern mit Stadtkindern geht, hört man auch immer wieder, dass Menschen vom Land mehr Alkohol vertragen. Das liegt daran, dass Dorfkinder vergleichsweise früh mit Festen und Partys anfangen. Häufig trifft man sich in abgelegenen Hütten oder Bauwagen und nicht in öffentlichen Locations.

Da es hier keine Security wie in Clubs und Bars in der Stadt gibt und auch keinen Barkeeper, der Ausweise kontrolliert, kommen viele Dorfkinder bereits früher mit Alkohol in Kontakt. Während viele Stadtkinder also das erste Mal Schnaps mit 18 trinken, haben Landkinder das bereits im Alter von 15 Jahren schon erlebt. Ob das etwas Gutes oder Schlechtes ist – darüber lässt sich streiten. Ein Dorfkindmoment ist es allemal.

Wahre Freunde finden – nur auf dem Land?

Was auf dem Land eine große Rolle spielt, ist die Gemeinschaft. Jugendliche aus einem Dorf halten zusammen und sind meist eng befreundet. Hier helfen sich die Menschen gegenseitig. Außerdem kennt jeder jeden.

Das kann man von der Stadt nicht gerade sagen: Hier ist alles weitestgehend anonym und ein Gemeinschaftsgefühl ist nur in sehr wenig Gegenden vorhanden. Daher gelten Freundschaften unter Dorfkindern eher als Freundschaften fürs Leben als solche Bekanntschaften, die in der Stadt gemacht werden.

Jeder kennt jeden – stimmt das?

Jeder kennt jeden auf dem Land – dieses Vorurteil ist bereits gefallen. Doch was hat es damit auf sich? Dorfkinder wachsen wirklich in einer Umgebung auf, in der sich die meisten Menschen gegenseitig kennen. In einem Dorf gibt es keine so hohe Fluktuation wie in der Stadt. Die Menschen, die hier leben, bleiben häufig ihr ganzes Leben lang da.

Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteilhaft ist, wenn Dorfkinder in ihrem Dorf bekannt sind: Dann kann man beim Bäcker auch einmal einen Tag später zahlen oder man bekommt von wildfremden Leuten Geburtstagswünsche. Allerdings kann es auch sehr nervig sein, als Dorfkind stets als „die Tochter von…“ oder „der Sohn von…“ bekannt zu sein und somit immer in Abhängigkeit zu den eigenen Eltern gestellt zu werden.

Außerdem verbreiten sich Gerüchte auf dem Land sehr schnell. Hat ein Dorfkind sich einen Fauxpas erlaubt, weiß das bald das ganze Dorf. Aber auch dann, wenn jemand nur eine Vermutung ausspricht, beispielsweise dass sich ein Paar getrennt hat, wird das vom Dorf schnell als Tatsache hingestellt. Das kann zu unangenehmen und peinlichen Situationen, aber auch zu lustigen Missverständnissen führen.

Fazit

Unterschiede zwischen Stadt- und Dorfkindern gibt es wirklich. Dabei sind viele Dorfkindmomente schön, aber es gibt auch Nachteile. Doch eines steht fest: Die meisten Klischees bewahrheiten sich.

 

2 Kommentare

  • Dorfkinder sind Stadtkindern in Allem überlegen!

    Luca Luise
  • #dorfcrew #dorfkinder17

    Marvin

Hinterlasse einen Kommentar